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Vang Vieng und der rote Fingernagel

Heute war es endlich soweit: Die erste Adventure-Tour stand an und begann mit dem wasserdichten Verstauen aller unserer wichtigen Sachen in Dry Bags. Auf dem Plan standen Trekking, Caving, Tubing und Kajakfahren auf dem Xong-River. Bis dorthin wurden wir von einem Tuk Tuk gebracht und haben zunächst den Fluss über eine wackelige Bambusbrücke überquert. Eine kleine Trekkingtour durch Dörfer, Reisfelder und Wälder hat uns schließlich zu unserem erstes Ziel für heute gebracht.  Die Tham Xang, eine kleine Höhle, die als Dorftempel dient und meist Elefantenhöhle genannt wird. Der Name kommt von dem kleinen Elefanten, der einen von oben anschaut.

Das war zwar ganz nett anzuschauen, aber eher unspektakulär. Viel spannender war die Tham Nam, eine Wasserhöhle, die man nur durch ein Wasserbecken und auf einem Tube, also einem LKW Schlauch liegend, erreicht. In der Höhle selber war es stockfinster und durch die kleinen Stirnlampen konnten wir uns an den lustig geformten Höhlenwänden entlanghangeln. Zu Beginn gab es noch Orientierungsseile aber irgendwann waren wir in einer Sackgasse, wo wir wegen der Regenzeit und einer dadurch zu starken Strömung nicht mehr weiter konnten. Die Lösung war ein Alternativweg, den wir alle in einer langen Reihe (jeder mussten sich mit den Füßen beim Vordermann einhaken) durchpaddelt haben. Bei uns war noch ein japanisches, ein deutsches und ein irisches Pärchen samt Guide, der anfing laotische Liebeslieder zu singen.

Wieder draußen gab es für alle ein super leckeres Mittagessen bei dem wir das deutsche Paar richtig gut kennengelernt und ins Herz geschlossen haben – Erik und Lia!

 

Weiter ging es mit der zweistündigen Kajaktour durch das wunderschöne Tal des Xong-Rivers. Da Anja und ich bisher nur Kanu – aber nicht Kajak gefahren sind, haben wir nach der kurzen Einweisung jeweils einen Guide mit ins Kajak bekommen, der dafür gesorgt hat, dass wir nicht vom Weg abkommen.

Nach der Hälfte der Strecke haben wir an einer der vielen kleinen und mit laut dröhnender Musik beschallten Bar angehalten, um uns zu stärken und vor allem “Rope-Jumping” zu machen! Hier kommt dann auch der rote Fingernagel ins Spiel: Der Besitzer hat uns beiden jeweils den kleinen Fingernagel rot lackiert, um den Mitarbeitern an den Seilen zu signalisieren, dass wir kostenlos springen dürfen. Wir gehen davon aus, dass es Autolack war – denn auch 1 Woche später ließ er sich absolut nicht mehr entfernen.

Nachdem wir anfangs etwas skeptisch waren, ob das Wasser tief genug ist, sind wir nachdem unsere Guides ein paar Saltos hingelegt hatten auch auf den wahnsinnig hohen Turm geklettert! Dort hat man sich an der kleinen Stange am Seil festgehalten, ist gesprungen und anschließend am Seil “entlanggedüst” bis man sich aus etwa 7m Höhe hat in den Fluss fallen lassen – ein riesen Spass!

Die einzigen Schwierigkeiten beim Rope-Jumping waren das Seil nicht zu spät loszulassen und nicht zu vergessen sich den komplett verdrehten und teilweise verlorenen Bikini unter Wasser zu richten, bevor man nach dem Rettungsring greift und sich rausziehen lässt.

 

Halbwegs ausgeruht ging es im Kajak weiter bis nach Vang Vieng zurück wo unsere Guides uns den Weg zu unserem Guesthouse erklärt haben. Hörte sich zwar leicht an, aber wir haben es trotzdem geschafft uns mal wieder zu verlaufen und erst viel später als gedacht anzukommen. Bei einem gemütlichen Abendessen mit Erik und Lia haben wir den Tag ausklingen lassen und uns früh ins Bett verkrümelt, um morgen wieder fit zu sein für die Weiterreise.

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