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Secret Escapes in den indischen Backwaters

Die Backwaters: Eine 75 Kilometer lange tropische Idylle aus Bächen, Flüssen, Kanälen und Seen. Anstatt der typisch indischen Großstadthektik, gibt es hier Natur pur mit viel Raum für Ruhe und Entspannung. Das Guesthouse wird gegen ein Hausboot namens Kettu Vallam getauscht und die Zeit auf dem Wasser zu einem einmaligen Erlebnis.

Die Problematik

Leider haben auch viele Touranbieter erkannt wie viel Potential dahinter steckt und begonnen immer mehr alte Reisboote für den Tourismus zu nutzen. So ist in den letzten 20 Jahren ein enormer Hausboottourismus entstanden, der dieser Idylle Stück für Stück ihren Charme raubt. Das einmalige Erlebnis wird zur Massenveranstaltung und eine einst einsame Bootstour von 500 anderen Booten begleitet. Ruhe und Entspannung sind dahin und die wunderschöne Natur wird geschädigt. Die große Menge an motorisierten Hausbooten hinterlässt Ölfilme im Wasser, die dem Ökosystem sehr zusetzen.

Sofort entsteht dieser Innere Zwiespalt, den bestimmt jeder von Euch kennt. Einerseits möchte man auf keinen Fall dazu beitragen, andererseits möchte man aber auch ungern auf eine Erfahrung wie diese verzichten.

Die Lösung

In Kochi sind wir schließlich auf eine großartige Alternative gestoßen: Das Backwater Farm House. Es liegt weit außerhalb in Thuravoor und bietet genau die Idylle, die vielerorts schon verloren gegangen ist. Motorisierte Hausboote gibt es hier nicht. Der Farmer hat sich für die traditionelle und umweltfreundliche Version entschieden, indem er die Boote mit langen Bambusrohren vorwärts bewegt. Dadurch ist man zwar sehr langsam aber dafür umso entspannter unterwegs. Es sind maximal drei Boote gleichzeitig im Wasser, die sich kaum in die Quere kommen.

Wir haben eine Nacht auf dem Boot und eine weitere Nacht im Farm House selber verbracht. Die beiden Tagen wurden so zu genau dem einmaligen Erlbenis, das wir uns gewünscht hatten.

Das Backwater Farm House

Unser Aufenthalt im Backwater Farm House war von Anfang bis Ende einfach perfekt. Nach dem Einchecken konnten wir direkt unser Boot beziehen und die Umgebung genießen. Unser liebgewonnener Bootsführer hat uns den ganzen Tag lang mit frisch gekochten Leckereien verwöhnt und viele geheime Ecken gezeigt.

Nach einer Übernachtung auf dem Hausboot sind wir in unser kleines Bungalow im Farm House umgezogen. Mit einem kleineren Boot konnten wir sowohl auf eigenen Faust als auch in Begleitung die engeren Kanäle erkunden und viel über Land und Leute lernen.

In diesem Tagebucheintrag findet ihr den ausführlichen Bericht unseres Backwater Erlebnisses und in diesem Bilderbeitrag könnt ihr Euch noch ein paar meiner Lieblingsbilder anschauen. Das Backwater Farmhouse hat inzwischen sogar eine Webseite, die ihr euch hier anschauen könnt. Zwei Dinge dürft ihr aber keinesfalls vergessen: Moskitoschutz und direkt am Anfang sagen, dass ihr weniger scharf essen möchtet. Selbst die milde Variante des Essens war nämlich noch so scharf, dass ich es mit Unmengen an Reis strecken musste.

Wir hoffen unser Secret Escape bleibt so schön wie wir ihn in Erinnerung haben und wünschen jedem, der plant dorthin zu gehen, eine ebenso wundervolle Zeit.

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