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My Son: Die heiligste Stätte der Cham

Nach nur zwei Stunden Schlaf, sind wir heute in den Bus nach My Son gestiegen. Nach nur 10 Minuten Fahrt hat der Bus wieder gehalten und der Fahrer zuerst auf uns drei und dann nach draußen gezeigt. Anscheinend war geplant, dass genau wir –warum auch immer- in einen anderen Bus nach My Son umsteigen sollen. Also haben wir uns an den Straßenrand gesetzt und auf diesen anderen Bus gewartet. Und jetzt kommt das Schöne, worüber man sich hier in Südostasien einfach nicht mehr wundern darf: Nach weiteren 10 Minuten kam ein kleiner Vietnamese mit seinem Roller und hat uns hinter sich her gewunken bis wir nach ca. 500m an ganz genau dem selben Bus standen der uns kurz zu vor „rausgeschmissen“ hatte. Kopfschüttelnd sind wir wieder eingestiegen, haben uns kurz das „Sollyyy“ des Fahrers angehört und sind dann friedlich auf unseren Sitzen eingeschlafen.

My Son liegt etwa 40km südöstlich von Hoi An und ist mittlerweile Unesco Weltkulturerbe. Ursprünglich war es die heiligste Stätte der Cham-Zivilisation, wurde aber im 14. Jahrhundert aufgegeben und komplett vom umliegenden Dschungel überwuchert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sind dann schließlich die Franzosen auf die Ruinen gestoßen und haben begonnen sie freizulegen und zu restaurieren. War zwar eine gute Idee, aber leider nicht von Dauer weil das Areal während des Krieges von den US-amerikanischen Bomben fast komplett zerstört wurde und auch heute noch die Gefahr von Blindgängern besteht.

Wir sind mit einem  Militärjeep von der Bushaltestelle zur Anlage gefahren worden und konnten uns dann in Ruhe umschauen. Was von dem einst so riesigen Tempelgelände noch übrig ist, war tatsächlich ziemlich mikrig. Es ist zwar interessant aber nicht wirklich lohnenswert extra dorthin zu fahren.

Trotz allem hatten wir viel Spaß beim durchqueren der Anlage und sind relativ früh wieder in Hoi An angekommen. Hier ein paar Eindrücke für euch:

Die nächste Station meiner letzten Woche ist Mui Ne, wo wir geplant haben uns Quads auszuleihen und damit quer durch die endlosen Sanddünen zu düsen. Ich freu mich schon sehr darauf und hoffe, dass die 18 Stunden Busfahrt schnell rum gehen.

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