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Mumbai: Wie die Spucktüte meine beste Freundin wurde

Tja, was soll ich sagen? Jetzt hat es mich auch erwischt! Nachdem es bisher keinerlei Probleme gab, hat es mich am letzten Ort unserer Indienreise eingeholt – undzwar mit voller Wucht. Schon im Flieger von Udaipur nach Mumbai hab‘ ich gedacht ich müsste sterben, bzw. hätte ich es gedacht, wenn ich noch hätte denken können. Alles was ich konnte war mich vor Schmerzen krümmen und den kompletten Flug lang unzählige Male meine gute Freundin, die Spucktüte, zu befüllen.

Es war so schlimm, dass ich nach der Landung sogar mit einem eigenen Wagen zum Flughafengebäude gefahren wurde. Denn bis ich mit meiner Tüte fertig war, gab es nur noch Tobi, mich und die Stewardessen an Bord. Der Bus mit den Passagieren war schon weg – genauso wie meine Kraft. Der arme Tobi musste mich und unsere beiden Rucksäcke aus dem Terminal tragen.

Zum Glück hatten wir einen Pick-Up zum Hotel gebucht, der schon auf uns gewartet hatte. Ich erinnere mich nur vage an die einstündige Fahrt und noch weniger daran, wie wir es schließlich in unser Zimmer geschafft haben. Eines ist aber sicher: Nachdem unser Pick-Up unterwegs anhalten musste und Tobi liebevoll mit mir am dreckigen Straßenrand saß, um mich und meine mittlerweile beste Freundin zu halten und zu schützen, ist unsere Beziehung definitiv noch inniger geworden. Dadurch und durch die offene Toilette mitten in unserem Schlafzimmer in Jaisalmer ;-)

Das Abode

Da es in Mumbai unsere letzten beiden Tage waren, haben wir uns hier ein richtig schönes Hotel gegönnt. Das würde ich absolut jedem empfehlen, der sich hier etwas Gutes tun möchte. Es ist zentral in Colaba gelegen und einfach nur genial: Von der Einrichtung über die Betreuung bis hin zum Essen und den unzähligen liebevollen Details! Und das Beste daran: Die Besitzer unterstützen durch ihr Hotel viele soziale Organisationen in der Stadt. So werden unter anderem ausschließlich blinde Masseure im Spa-Bereich eingesetzt und ausschließlich Frauen für die Fahrdienste.

Das alles habe ich aber erst am zweiten Tag so richtig wahrgenommen, nachdem ich wieder unter die Lebenden zurückgekehrt war. Die beiden Besitzer haben sich bis dahin rührend um mich gekümmert und mich mit Medikamenten und später mit trockenem Reis versorgt.

Für alle Interessierten hier noch die Kontaktdaten:

 

 

Mehr Infos zum Abode findet ihr auch hier.

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