Skip to content

Mui Ne: Auf dem geliebten Roller in die Wüste

Weil mein Schlafplatz im Bus nach Mui Ne aus unerklärlichen Gründen belegt war, musste ich 18 Stunden lang auf dem kleinen Klappsitz neben dem Fahrer Platz nehmen.

Dafür war der Tag heute umso schöner. Ein Highlight nach dem anderen und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu erzählen. Gestern Abend  hab’ ich mich erstmal mit Hozze und Cosi getroffen. Das sind die beiden mit denen ich schon in Hoi An unterwegs war. Gemeinsam mit ein paar anderen haben wir in den Geburtstag von Rose reingefeiert. Rose wiederum war mit mir zusammen in Halong Bay und wir haben uns hier zufällig wieder getroffen. Nach der langen Feierei wurde es natürlich nichts mit früh aufstehen und wir haben es erst nach 11 zum Frühstück geschafft.

Weil wir keine der organisierten Touri-Touren machen wollten, sondern auf eigene Faust die Gegend erkunden, haben wir uns zwei Roller ausgeliehen. Auch ohne Spiegel und einem Motor der immer wieder ausging, war ich unheimlich glücklich wieder auf meinem geliebten Roller zu sitzen und durch die Straßen zu flitzen.

Wir sind zuerst zu den weißen Sanddünen weit außerhalb der Stadt gefahren und wussten zunächst nicht wirklich was uns dort erwartet. Kaum hatten wir die Roller abgestellt und sind ein kurzes Stück durch den Pinienwald gelaufen, hat schon das erste Highlight des Tages auf uns gewartet: Eine Vogelstraußen Farm! Der Besitzer hat uns gefragt ob wir versuchen möchten auf einem der Vögel zu reiten. Diese einmalige Gelegenheit konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Anfangs war ich schon ein bisschen ängstlich, denn die Tiere sind wirklich unglaublich groß und man hat immer das Gefühl gleich picken sie einen, aber schon nach ein paar Metern hat es unglaublich viel Spaß gemacht. Der Besitzer ist immer in der Nähe gewesen und hat mir irgendwann ein Zeichen gegeben ich soll den Sattel loslassen und die Arme in die Luft strecken. Das war ein grandioses Gefühl!

Nach dem nächsten kurzen Stück Pinienwald standen wir plötzlich mitten vor den riesigen Sandbergen, die wie aus dem Nichts aus der Erde ragen. Sand soweit das Auge reicht – ein atemberaubender Anblick! Vor lauter Übermut sind wir sofort losgerannt und haben in keiner der Richtungen irgendwo ein „Ende“ sehen können. Quads haben wir uns keine ausgeliehen, weil es viel zu teuer war, dafür aber Plastik-Matten, um die Abhänge runter zu rutschen – ein riesen Spaß.

Schon nach 5 Minuten waren wir komplett eingesandet. Nicht nur vom selber im Sand wälzen, sondern auch von dem unglaublich starken Wind, der einem die Körner in Augen, Mund und Nase geweht hat!

Obwohl wir noch gerne stundenlang geblieben wären, sind wir relativ bald weiter gefahren, um uns als Kontrast die roten Sanddünen anzuschauen. Zwar nicht ganz so endlos, aber mindestens genauso so beeindruckend leuchten sie im Sonnenschein tatsächlich kräftig rot. Auf den Bildern erkennt man die Farben leider nicht ganz so gut, aber hier trotzdem ein paar Eindrücke für euch:

Die Kombination aus beidem haben wir etwas später am sogenannten Canyon gefunden. Rote und weiße Felsen links und rechts neben einem kleinen Fluss, den wir entlang gewandert sind. Die Farben wechseln sich ständig ab und gehen nahtlos ineinander über. Wir konnten den kompletten Weg barfuß zurück legen und mussten dem Fluß einfach nur immer weiter folgen, um mehr und mehr schöne Ecken zu entdecken.

Bevor es dunkel wurde haben wir uns auf den Heimweg gemacht und gerade noch rechtzeitig die unzähligen Fischerboote am Hafen gesehen, bevor sie sich alle auf den Weg zur Arbeit gemacht haben.

Um diesen nahezu perfekten Tag schön abzurunden, waren wir abends lecker essen und anschließend im WaxClub, einer Stranddisco direkt am Wasser, in der Cosi und ich uns auch schweren Herzens mit einem Bier Saigon vom ebenso geliebten Meer verabschieden mussten. Denn als nächstes werde ich zurück nach Ho Chi Minh fahren von wo aus es zurück nach Deutschland geht – ein sehr seltsames Gefühl nach so langer Zeit!

Be First to Comment

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *