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Mit dem entgifteten Flieger nach Delhi

…klingt komisch – ist es auch!

Bei all den vielen Flügen, die wir mittlerweile hinter uns haben, hat keiner von uns beiden vorher eine “Entgiftung” miterlebt. Nun war es aber soweit: wir konnten beobachten wie die Stewardessen mit großen Sprühdosen durch die Gänge liefen und irgendein “Antitoxic”-Dunst versprüht haben. Ein gruseliges Gefühl!

Gruselig war dann auch die Ankunft in Delhi! Da unser Flug mitten in der Nacht erst landen sollte, haben wir vorab ein Pick-Up vom Hostel gebucht. Trotz der Verspätung hat tatsächlich ein kleiner, müder Inder auf uns gewartet. Ich wurde komplett ignoriert – er hat ausschließlich mit Tobias gesprochen und auch nur seinen Rucksack abgenommen! In dem Moment dachte ich mir nur: “Welcome to India”! Mit gemischten Gefühlen sind wir ihm bis zu seinem Auto gefolgt, indem sein Kumpel lag und schlief. “Auto” ist in diesem Fall wohl auch der falsche Begriff für dieses Gefährt -nennen wir es lieber die Überreste eines Autos. Zum Glück waren wir komplett übermüdet und reizgeflutet, sonst hätten uns die 30 Minuten Fahrt zum Hostel garantiert die letzten Nerven gekostet. Der Fahrer hat so gut wie Nichts gesehen, was ihn nicht davon abgehalten hat ordentlich auf’s Gas zu treten. Der Verkehr war -wie es sich für Asien gehört und trotz der nächtlichen Uhrzeit- chaotisch, laut und staubig.

In der Stadt angekommen, hat sich unser Hostel auch nicht gerade von seiner besten Seite präsentiert: Die Straße sah aus wie aus einem üblen Gangster-Film und unser Zimmer war feucht und stickig! Nichts desto trotz waren wir begeistert endlich hier zu sein und haben uns schnell ein paar Stunden hingelegt, bevor es auf die erste Entdeckungstour ging. Bei Tageslicht wirkte die Umgebung schließlich halb so schlimm und in etwa so, wie wir es erwartet hatten: bunt, laut, hektisch und voller Menschen und Tieren, die wild durcheinander wuseln. Besonders auffällig sind der enorme Smog und die vielen Gerüche, die in der Luft liegen.

Befremdlich waren allerdings die offenen und aufdringlichen Blicke, mit denen wir überall gemustert wurden. Die Leute -vor allem die Männer- haben keine Scheu ihr Interesse zu zeigen. Sie beobachten einen nicht diskret, wie ich es aus anderen asiatischen Ländern kenne, sondern direkt und auf eine Art und Weise, die mir -und auch Tobias- anfangs ein mulmiges Gefühl beschert hat. Nach einer Weile hatten wir uns aber daran gewöhnt und konnten uns auf die erste Mission konzentrieren: “Finde den Bahnhof und versuche irgendwie Tickets für die Weiterfahrt nach Agra zu organisieren”! Das ist allerdings leichter gesagt als getan – mehr dazu im nächsten Beitrag!


 

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