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Die Perle von Laos: Luang Prabang

Heute morgen wurden wir von unserem gestrigen Guide samt Familie abgeholt und zum Busbahnhof gefahren. Der Bus war dieses mal wieder äußerst klapprig und wir beide auch wieder die einzigen Touristen darin. Da die Fahrt über 8 Stunden dauerte und es keine Toilette gab, war die erste und einzige Pinkelpause richtig lustig anzuschauen. Kaum stand der Bus sind 30-40 Laoten hektisch raus gestürmt und gleichzeitig in die Büsche gerannt.

Eine etwas störende Eigenschaft der Menschen hier ist, dass sie regelmäßig und ganz unverblümt spucken. Zu Beginn der Fahrt hatten wir uns schon gewundert warum jeder außer uns eine oder mehrere Plastiktüten vom Fahrer bekommt, aber schon kurz später hat sich das Rätsel gelöst: Alle paar Minuten wird einmal kräftig gezogen und ausgespuckt. Das, die kreischenden Kinder und die laotische Volksmusik, die bis zum Anschlag aufgedreht wurde, ließen die Fahrt noch länger erscheinen als sie tatsächlich war.

Gelohnt hat es sich aber allemal: Die gewaltigen, mehrreihigen Karstberge, die aus so unglaublich grünen Ebenen ragen, lassen einen alles andere vergessen. Wir saßen völlig überwältigt auf unseren engen Sitzen und haben sprachlos nach draußen geschaut. Eine so unberührte Landschaft ist einfach einmalig – Bilder haben wir leider keine, da wir nirgendwo gehalten haben.

In Luang Prabang angekommen haben wir erstmal an der Busstation nach dem Bus nach Bangkok gefragt, der uns am Donnerstag zurück bringen sollte. Die Antwort war ein kurz und knappes “…den gibt es nicht…”! Hm, blöd, aber nachdem uns damals in Bangkok selber versichert wurde, dass es möglich ist von hier direkt zurück zu fahren, haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben und erstmal ein Tuk Tuk in die Stadt genommen.

Der erste Eindruck ist schon ganz anders als alle bisherigen Städte in Laos und man merkt, dass Luang Prabang UNESCU Weltkulturerbe ist. Einheitliches, liebevoll gepflegtes Äußeres mit vielen historischen Bauwerken und Kulturstätten. Kunterbunte Blumen und unzählige Mönche in ihren orangenen Roben auf der Straße – umgeben von der wunderschönen Bergfassade direkt an der Mündung von Mekong und Nam Khan. Kurz gesagt, die Stadt hat uns schon nach wenigen Minuten verzaubert.

Genauso ging es uns mit dem ersten günstigen Guesthouse, das wir uns angeschaut haben: Idyllisch und mit dem wohl süßesten und hilfbereitesten Opa als Besitzer. Eine Empfehlung von Herzen, für alle die in der Stadt nach einer Unterkunft suchen.

 

Die letzte Tat des Tages war die erneute Suche nach einem Bus nach Bangkok, die genauso erfolglos endete wie schon zuvor. Es hat sich herausgestellt, dass wir schon am Mittwoch Abend Luang Prabang mit dem Nachtbus nach Vientiane verlassen müssen, um von dort mit dem nächsten Nachtbus nach Bangkok zu kommen. Mal schauen ob das alles so klappt.

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