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Der letzte Tag und die endlose Rückreise

Da heute leider schon unser letzter Tag in Luang Prabang war und es uns zudem beiden nicht gut ging, haben wir den Tag ganz entspannt angehen lassen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir zur Flußgabelung von Mekong und Nam Khan spaziert. Die Stelle an der die beiden Flüsse zusammenfließen sieht total witzig aus, weil sich die beiden Gewässer nicht wirklich miteinander vermischen. Das nicht ganz so verdreckte Wasser des Nam Khan liegt wie eine lange Zunge in der braunen Brühe des Mekong. Um davon ein besonders gutes Foto schießen zu können bin ich ohne nach unten zu schauen ganz nah ans Ufer gelaufen und dort sofort im Schlamm stecken geblieben. Es war gar nicht so einfach meine Füße wieder raus zu ziehen und ich hatte Glück, dass ich feste Flip Flops mit Riemen anhatte, sonst wäre sie weg gewesen.

Da wir uns anschließend eigentlich den gegenüberliegenden Vat Xieng Thong anschauen wollten, musste ich irgendwie meine Füße und Schuhe sauber kriegen, was in diesem Dreckwasser eine halbe Ewigkeit gedauert hat.

Als wir endlich in den Tempel konnten, Vat Xieng Thong ist der älteste Tempel der Stadt, hat uns wieder mal eine sehr schöne Architektur, die wohl für Luang Prabang typisch ist, erwartet. Außer dem Tempel gab es noch eine Ordinationshalle, eine rote Kapelle und schließlich die Begräbniskapelle samt pompösen Begräbniswagen zu sehen. Die Verstorbenen wurden in Embryonalstellung in den großen Gefäßen aufbewahrt bis sie zur Kremation zum Vat gebracht werden konnten. König Sisavangvong wurde beispielsweise erst ein Jahr nach seinem Tod kremiert – möchte man sich lieber nicht vorstellen!

Nach dem Schlamm lies auch das zweite Pech des Tages nicht lange auf sich warten, denn als wir kurz später am Mekong die Mittagssonne genossen haben, hat mich eine Vorzeige-Tigermücke erwischt. Ich hab’ leider zu spät reagiert und jetzt heißt es abwarten und hoffen, dass sie mich nicht mit dem hier und in Indonesien verbreiteten Dengue-Fieber angesteckt hat.

Den Nachmittag haben wir schließlich  im Traditional Arts & Ethnology Centre verbracht. Dort gab es einen detaillierten Einblick in die Lebenswelten der verschiedenen ethnischen Gruppen Laos’ wie z.B. die Hmong, Akha, Yao und Khmu. Die Ausstellung ist richtig super gemacht und abwechslungsreich gestaltet – hat uns sehr gefallen!

Nach einem traurigen Abschied von unserem so lieb gewonnenen Guest-Opa haben wir auf unseren gebuchten Pick-Up gewartet, der uns hätte zur Busstation bringen sollen. Wie das hier so ist kam er nicht und wir haben uns voller Hektik, damit wir den Nachtbus nach Vientiane nicht verpassen, ein Tuk-Tuk genommen. Der Fahrer hat unser Problem gleich verstanden und alles was das Tuk-Tuk hergeben konnte genutzt, um uns blitzschnell ans Ziel zu bringen. Zum Glück hat alles geklappt und wir saßen kurz später auf unseren Plätzen – bereit friedlich einzuschlummern und in Vientiane wieder aufzuwachen.

Tja, schön wär’s gewesen! Der Busfahrer hat sich nämlich als todesmutig entpuppt und ist mit einer Geschwindigkeit durch die Serpentinen gerast, dass einem das Grauen kam. Die Folge war, dass um uns herum fast alle Laoten angefangen haben sich zu übergeben (ein Hoch auf die Spucktüten…) und es unmöglich war auch nur 10 Minuten am Stück zu schlafen.Viel früher als erwartet sind wir morgens gegen 5 Uhr angekommen und konnten gerade rechtzeitig die Mönche bei ihrem Almosengang beobachten!

Müde und kapputt wie wir waren, haben wir nicht wirklich viel unternommen, sondern den Tag in Cafés und am Mekong verbracht bis es Zeit wurde für den Nachtbus nach Bangkok einzuchecken. Das Büro das wir hierfür laut Ticketverkäuferin in Luang Prabang aufsuchen sollten, wusste leider nichts davon und konnte uns lediglich die Stelle und grobe Uhrzeit nennen wo der “Vorbus” die Leute abholt und zur Grenze bringt. Dort soll schließlich der Bus nach Bangkok auf uns warten. Was blieb uns also anderes übrig als uns dorthin zu stellen und mal wieder zu warten und zu hoffen, dass es klappt.

Wir wurden tatsächlich abgeholt aber schon kurze Zeit später gab es die nächsten Probleme wodurch wir geschlagene 2,5 Stunden später als geplant in Richtung Grenze losgefahren sind. Da diese relativ früh schließt und wir nicht wussten ob der Anschlussbus dort auf uns warten würde, war das mal wieder ganz schön nervenaufreibend.

Zu guter Letzt kann ich aber sagen, dass getreu dem hier gelebten Motto:

“…and in the end – it works…” alles geklappt hat und wir gut in Bangkok angekommen sind :-)

Da unser Flug nach Bali schon um 6 Uhr morgens ging, hat es sich nicht gelohnt noch eine Nacht ein Zimmer zu nehmen und wir haben beschlossen am Flughafen ein bisschen Schlaf zu bekommen.

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