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Abschied über den Dächern von Ho Chi Minh

Gestern ist nun endgültig der letzte Abend einer wundervollen Zeit meines Lebens angebrochen und der musste natürlich gebührend gefeiert werden. Daher sind wir zum Abschied in eine Bar über den Dächern von Ho Chi Minh gefahren von wo aus wir eine wunderschöne Sicht über die Stadt hatten. Die Preise waren natürlich dementsprechend und ich habe den wohl teuersten Cocktail der vergangenen Zeit getrunken, aber an so einem besonderen Abend kann man sich schon mal was gönnen.

Letztenendes sind wir nur für einen Drink geblieben, hatten aber dennoch sehr viel Spaß. Man spielt schließlich nicht alle Tage dämliche vietnamesische Finger Trinkspielchen, während an den Nachbartischen Business-Meetings stattfinden.

Anschließend haben Cosi und ich uns noch ein letztes Beer-Saigon geholt, bevor sie weiter nach Kambodscha gefahren ist und ich noch zwei andere Freunde getroffen hab’. Ansonsten hab‘ ich die vergangenen zwei Tage hier sehr gemütlich verbracht und einige liebe Menschen, die ich während der Reise kennengelernt hab’, wieder getroffen.

Zusätzlich hatte Chris am Wochenende Geburtstag und wir haben alle gemeinsam nachgefeiert. Das war ein richtig schicker Club, den man so in Deutschland nicht kennt. Denn hier ist es nicht üblich, dass man eine Tanzfläche hat, sondern die komplette Fläche ist mit Bistrotischen versehen, um die man sich sammelt und dort tanzt und trinkt. Das ist in diesem Fall auch ziemlich geschickt weil hier keine einzelnen Getränke, sondern Flaschen bestellt werden und ständig Barkeeper um einen herum sind, die das Glas auffüllen, Eis hinzugeben oder Obstplatten vorbeibringen. Das war eine Nacht sag’ ich euch! Nach so langer Zeit sparsamen Backpacker-Leben plötzlich auf diesem Niveau zu feiern ohne dafür zahlen zu müssen – grandios!

Cosi, Hozze und ich haben nämlich eine Gruppe netter Vietnamesen kennengelernt, die uns zu sich an den Tisch eingeladen haben und schwer damit beschäftigt waren uns mit VodkaO und frischem Obst zu versorgen. Chris kam irgendwann zu mir her und meinte ob mir klar sei, dass da gerade Getränke im Wert von mind. 500$ vor mir stehen. Unglaublich! Da er am nächsten Tag wieder zur Arbeit musste, sind er, Anja und ihre Freunde bald gegangen und wir drei haben mit unseren „neuen Freunden“ noch weitergefeiert bis der Club geschlossen hat. Die Einladung zur After-Party konnten wir dann aber wirklich nicht mehr annehmen, das hätte mein Gewissen nicht überlebt. Sie haben nämlich tatsächlich darauf bestanden, alles zu bezahlen.

Nun sitze ich hier, der Rucksack ist gepackt, ich fahre in einer Stunde zum Flughafen und kann nicht beschreiben wie sich das anfühlt. Irgendwie ist es als würde die Reise weitergehen und nicht als würde man zurück nach Hause fliegen.

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